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1074
Die Pfarre Heerdt, welche die heutigen linksrheinischen Stadtteile
umfasst, wird unter Erzbischof Anno von Köln der Äbtissin des Benediktinerinnenklosters
in Neuss unterstellt.
1255
Heerdt fällt mit der Grafschaft Hülchrath an die Grafschaft Kleve.
1378
Durch Kauf kommt Heerdt als Teil des Amtes Linn zum Erzbistum Köln
und bleibt kurkölnisch bis 1794.
1689
Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz (Jan Wellem) legt zum Schutz
seiner Residenzstadt Düsseldorf auf dem Oberkasseler Rheinufer,
auf kurkölnischem Gebiet, das Fort Düsselburg an.
1794
Heerdt wird von französischen Truppen besetzt und ein Teil der französischen
Republik; Mairie de Herd im Kanton Neuss im Arrondissement Krefeld.
1815
Heerdt wird preussisch und mit 1161 Einwohnern eine Bürgermeisterei
des Kreises Neuss. Der Bürgermeister ist zugleich Bürgermeister
von Büderich.
1839
An die Stelle der seit 1699 bestehenden Fähre nach Düsseldorf tritt
eine Schiffsbrücke.
1854
Die Aachen - Düsseldorfer Eisenbahn-Gesellschaft errichtet in Oberkassel
einen Bahnhof.
1898
Die Rheinische Bahngesellschaft erschließt Oberkassel als
Wohngebiet, den Bereich der Hansa-Allee als Industriegelände, baut
die Oberkasseler Brücke und eröffnet die elektrische Schnellbahn
nach Krefeld.
1899
Die ersten größeren Werke lassen sich an der Hansa-Allee nieder.
1907/1908
Die Gemeinde Heerdt errichtet in Oberkassel die Höhere Schule für
Mädchen und Jungen sowie eine Verwaltungsnebenstelle in der Drakestraße.
1909
Die Gemeinde Heerdt wird nach Düsseldorf eingemeindet.
1918
Nach dem Ersten Weltkrieg besetzen belgische Truppen die linksrheinischen
Stadtteile (bis 1926).
1930
Das Verwaltungsgebäude an der Luegallee wird in Benutzung genommen.
1937
Die Jugendherberge an der Rheinallee wird eröffnet.
1945
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wird die Oberkasseler Brücke
gesprengt. Die englischen Besatzungstruppen bauen im Herbst zwischen
Rheinterrasse und Kaiser-Friedrich-Ring eine schwimmende Brücke.
1948
Die katholischen Pfarreien bilden das neugeschaffene selbständige
Dekanat Düsseldorf-Heerdt. Die Oberkasseler Brücke wird als Dauerbehelfs-Brücke
wieder in Benutzung genommen.
1957
Als zweite Straßenbrücke wird die Theodor-Heuss-Brücke dem
Verkehr übergeben.
1960
Am "Seestern" werden die ersten Neubauten errichtet; ein neues Zentrum
von Firmen und Betrieben entsteht.
1961
Das Freibad Lörick ist fertiggestellt.
1969
Die Kniebrücke wird dem Verkehr übergeben.
1973/1974
Die neue Oberkasseler-Brücke wird in provisorischer Lage dem Verkehr
übergeben.
1975
Bei der Einteilung des Stadtgebietes in Bezirke bilden die linksrheinischen
Stadtteile den Stadtbezirk 4.
1976
Nach Abbruch der alten Behelfsbrücke wird die neue Oberkasseler
Brücke an deren Stelle geschoben.
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